Stahlhallen

Stahlhallen

Stahlhallen

Bei der Errichtung von großflächigen Stahlhallen, werden meist Konstruktionen verwendet, bei denen das Haupttragwerk aus Dachträgern besteht. Das Ganze wird von Stützen getragen, die wiederum, von den Fundamenten unterstützt werden. Im heutigen Artikel möchten wir Ihnen die Besonderheiten von Stahlhallen und deren wichtigste Vor- und Nachteile vorstellen.

Baustahl weist eine hohe Druck- und Zugfestigkeit auf, was ihn ideal als Baustoff für Hallen macht, denn seine Eigenschaften ermöglichen schlanke und leichte Konstruktionen und somit große Spannweiten der Konstruktion. Des Weiteren ist Stahl ein sehr flexibles Material und lässt sich somit in verschiedene Formen bringen, was ihn ideal zur Erschaffung von ästhetischen Elementen macht. Es gibt jedoch auch Nachteile beim Bau von Stahlhallen, denn Stahl ist anfällig für Korrosion. Wie schnell eine Stahlhalle rostet, hängt von unterschiedlichen Bedingungen in der Umgebung ab. Man kann jedoch dagegenwirken, indem man die Stahlkonstruktion mit einem Beschichtungssystem oder durch Verzinkung der Elemente schützt.

Stahlhallenbau

Beim Stahlhallenbau gibt es für gewöhnlich zwei unterschiedliche Lösungen:

  • Hallen mit Vollwandträgern
  • Und Hallen mit Fachwerkträgern

Beide Methoden ähneln sich darin, dass sie einen sich wiederholenden Konstruktionsrahmen mit einer Spannweite von mehreren Metern besitzen. Dieser Rahmen bestimmt die Form und Struktur der Stahlhalle. Bei beiden Lösungen können die inneren Stützen in größeren Abständen zu den Fassadenstützen angeordnet werden, indem zusätzliche Träger verwendet werden, die senkrecht zu den oben genannten Rahmen verlaufen. Diese Träger werden als Unterträger bezeichnet. Die Lösung führt zu Stahlhallen mit großen Innenräumen und großer Freiheit in der Raumaufteilung. Die Stahlhallenkonstruktionen werden in speziellen Vorfertigungsbetrieben hergestellt und anschließend zu der Baustelle geliefert und zusammengebaut.

Stahlhallen
Hallen aus Stahl sind sehr robuste Stahlkonstruktionen

Hallen Stahlkonstruktion Vorteile

Eine Hallen Stahlkonstruktion bietet viele Vorteile im Vergleich zu anderen Möglichkeiten. Dieses vielseitige Metall wird nicht nur für Hallen, sondern für viele andere Konstruktionen wie z.B. Brücken, moderne Häuser, Wolkenkratzer usw. verwendet. Nicht ohne Grund hat es sich in den letzten Jahren zum führenden Baumaterial in vielen Industrien entwickelt. Hier erfahren Sie die Vorteile einer Hallen Stahlkonstruktion.

1. Design

Stahlhallen haben den Vorteil, dass man mithilfe von ihren Stahldeckenträgern größere Entfernungen überbrücken kann. Dies ermöglicht mithilfe von Stahl größere Räume und Spannweiten zu erreichen. Ein Innenraum mit freier Spannweite bietet mehr Flexibilität im Grundriss. Außerdem bietet er mehr Spielraum für spätere Renovierungen und Änderungen.

2. Festigkeit und Langlebigkeit

Hallen Stahlkonstruktionen sind viel leichter und gleichzeitig fester, als Konstruktionen aus Holz oder Beton. Dadurch sind Stahlhallen viel stabiler und leichter. Eine solche Konstruktion kann selbst extremen Wetterbedingungen, wie Wind, Erdbeben und starkem Schneefall standhalten. Im Gegensatz zu Holz kann Stahl nicht schimmeln und von Pilzen befallen werden.

3. Vielseitigkeit

Stahl ist unglaublich vielseitig, da er in fast jede Form gebracht werden kann. Architekten können ihrer künstlerischen Fantasie freien Lauf lassen und haben dennoch die Möglichkeit, ein Gebäude zu entwerfen und zu bauen, das sowohl stabil als auch sicher ist.

4. Feuerbeständigkeit

Stahlkonstruktionen sind im Vergleich zu Holz sehr feuerbeständig und verringern das Risiko von Brandunfällen in einer Halle. Die Ausbreitung von Feuer wird verringert, wenn ein Gebäude mehr Stahlkonstruktionen enthält. Spezielle flammhemmende Beschichtungen werden verwendet, um diese Eigenschaft von Baustahl zu verbessern.

5. Anpassungsfähigkeit

Hallen Stahlkonstruktionen können je nach Belieben verändert und angepasst werden. Sie könne z.B. Wände aus Stahl umpositionieren und so neue Räume schaffen.

6. Energieeffizienz

Stahl ist im Vergleich zu Holz/Beton leicht, wodurch er leichter zu transportieren ist, was wiederum die Treibstoffkosten senkt und den Zeitplan des Projekts verkürzt. Außerdem ist er energieeffizient und kann recycelt werden, sodass nur minimale Rohstoffabfälle anfallen. Wenn Sie ein Gebäude mit großer Spannweite bauen wollen, ist es ratsam, Stahl zu verwenden. Die Kosten für eine kleine Struktur aus Stahl sind jedoch höher als die für Holz/Beton.

Stahlhalle
Halle aus Stahl

Stahlhallen Landwirtschaft

Stahlhallen Landwirtschaft ist ein großes Thema für sich, da sich in dieser Branche diese Art von Hallen besonders gut eignen. Es gibt Unternehmen, die eine solche Halle in bereits ein bis zwei Monaten umsetzen können. Oft werden modulare Bauweisen verwendet, was bedeutet, dass sich die Stahlhalle ganz einfach erweitern oder verkürzen lässt.

Landwirtschaftliche Stahlhallen können sowohl den Bedürfnissen kleinerer als auch großer Betriebe gerecht werden. Sie schützen Maschinen und Ernte vor schlechten Witterungsbedingungen. Besonders im Bereich der Landwirtschaft ist es für die Betriebe wichtig, Ihre Kosten zu senken und Effizienz zu steigern. Es gibt Anbieter, bei denen es weitaus günstiger ist, eine Stahlhalle, anstatt eines gemauerten Gebäudes errichten zu lassen.

Folgende Stahlhallen werden in der Landwirtschaft gebaut:

Schuppen bzw. Ställe

Diese Lösung dient vorrangig zur Lagerung vor Stroh, Heu und Tieren, für die Witterungseinflüsse keine besondere Rolle spielen. Ein weiterer Vorteil ist die praktische Möglichkeit der Demontage solcher Hallen.

Tunnel-Hallen

Dieser Hallentyp ist in der Regel auf beiden Seiten offen und dient als Heulager, Viehstall, Erntelager oder Futterlager. Die Hallen haben eine große Spannweite und viele Eingangsmöglichkeiten, was den Transport von A zu B sehr vereinfacht.

Hallen für Tiere

Hallen können auch für die Haltung von Tieren genutzt werden. Auch hier ist es vorteilhaft auf eine Stahlhalle zu setzen, da diese jederzeit erweiterbar ist.

Stahlhallenkonstruktion Nachteile

Stahlhallenkonstruktionen haben auch leider einige Nachteile. Erfahren Sie, welche das sind.

1. Wartungs- und Investitionskosten

Wenn Stahlhallen schweren Wetterbedingungen ausgesetzt werden, kann die Korrosion des Stahls beschleunigt werden. Damit dies nicht auftritt, sollten häufig Anstriche aufgetragen werden. Die Wartungskosten für ein Stahlgebäude können somit ansteigen. Des Weiteren sind Stahlhallen teurer im Aufbau als Beton- oder Holzkonstruktionen.

2. Anfälligkeit für Knicken

Aufgrund ihres hohen Festigkeits- und Gewichtsverhältnisses sind Stahlerzeugnisse im Allgemeinen schlanker und folglich knickanfälliger als Stahlbetonbauteile. Infolgedessen muss unter Umständen ein erheblicher Materialaufwand betrieben werden, um die Stabilität von schlanken Stahlbauteilen zu verbessern.

3. Produktionsfehler

Obwohl Stahl ein vielseitiges Material ist, ist es nicht einfach, vor Ort Korrekturen vorzunehmen, wenn ein oder mehrere Bauteile nicht richtig passen. Die meisten Hersteller von Stahlkonstruktionen halten sich an strenge Qualitätssicherungsprozesse, um sicherzustellen, dass alle Teile eines Gebäudes richtig passen. Wenn jedoch Produktionsfehler entstehen, kann man Stahl nicht vor Ort formen oder in die gewünschte Form schneiden, sobald es hergestellt ist.

Stahlhalle aufbauen

Wenn Sie eine Stahlhalle aufbauen möchten, gibt es einige wichtige Dinge zu beachten. Folgen Sie unserem Leitfaden und erfahren Sie in 6 einfachen Schritten, worauf man beim Aufbau von Stahlhallen achten sollte.

1. Ausreichend Zeit einplanen

Für den Aufbau einer großen Stahlhalle sollten Sie mindestens 6 bis 12 Monate von der Planung bis zur Fertigstellung einplanen. Bei kleineren, unkomplizierteren Hallen reichen ca. 3 Monate.

2. Welche Funktion soll die Halle haben?

Es ist wichtig, sich vorher Gedanken über die Funktion der Halle zu machen. Nur anhand der richtigen Kriterien können Sie eine optimale Stahlhalle für Ihre persönlichen Bedürfnisse aufbauen.

3. Standort festlegen

Klären Sie folgende Fragen in Zusammenarbeit mit dem Bauamt, ab:
Boden: Ist der Boden am Standort frei von jeglichen Schadstoffen?
Nachbarschaft: Gibt es Nachbarn, die Einsprüche gegen das Genehmigungsverfahren erheben können?
Gutachten: Welche Gutachten werden für den Aufbau der Stahlhalle benötigt?

4. Strom, Wasser und Abwasser Möglichkeiten einplanen

Lassen Sie sich professionell beraten und planen Sie Möglichkeiten für Strom, Wasser und Abwasser ein.

5. Dämmung und Verkleidung beachten

Wenn Sie temperaturempfindliche Waren, in Ihrer Halle lagern, oder im Winter in der Halle gearbeitet werden soll, sollten Sie auf eine ausreichende Dämmung der Halle achten.

6. Eingänge und Tore für die Halle einplanen

Je nach Anforderungen sollten Sie für optimale Eingänge und Tore der Halle sorgen. Sorgen Sie besonders bei größeren Hallen für genug Eingänge, um die Laufwege zu verkürzen.